29.08.17

Ich melde mich zurück mit einem sommerlichen Brotsalat mit Melone und Roastbeef





Mein 1. Post nach mehr als 3 Monaten Bloggerabstinenz. Schon irgendwie komisch, dass ich mich trotz der Leidenschaft zum Bloggen fast dazu überwinden musste mich wieder an den Laptop zu setzen und ein paar Zeilen zu schreiben.

Wirklich gewollt war diese Pause ja nicht. Aber was plant man schon wirklich alles im Leben und was passiert einfach aus bestimmten Gegebenheiten heraus. Es war einfach eine Zeit, in der ich viel gearbeitet habe, in meinem eigentlichen Job, oft nicht vor 20.00 Uhr nach Hause kam. Viele private Ereignisse anstanden, persönliche unangenehme Dinge geklärt werden mussten, die mir einfach viel Kraft und Zeit geraubt haben. Ans Bloggen, Rezepte kreieren und Fotografieren habe ich in diesen Monaten wirklich nicht mehr gedacht.
Abends saßen wir einfach oft auf unserem Balkon, mit einem Glas Wein in der Hand und haben den Abend ausklingen lassen. Ich wollte nicht nach 10 Stunden Büroarbeit noch weitere Stunden abends vorm Bildschirm sitzen. Ich bin mir sicher, dass es dem ein oder anderen „Freizeit“-Blogger auch so geht. Und ich habe gemerkt, dass Zwang und ein „Du musst jetzt aber, es ist schon viel zu lange her“, nicht der richtige Ansporn ist, einen neuen Beitrag zu verfassen. Man ist nicht mit 100% Herzblut dabei, nicht mit all seinen Gedanken, nicht mit all seiner Inspiration und das ist schade und bringt nicht das Ergebnis, welches ich mir für meinen Blog wünsche.







Dann stand auch unser Sommerurlaub in Korfu an, Ende Juni. Wieder waren ein paar Wochen ins Land gezogen. Auf Instagram habe ich euch eigentlich sehr regelmäßig auf dem Laufenden gehalten, auf Facebook eher sporadisch. Natürlich habe ich mir dieser Pause den ein oder andere Leser verloren, der ein oder anderen Follower auf den Social Media Kanälen hat sich verabschiedet, aber so ist es nun mal.
Das Leben geht manchmal einfach vor. Das echte Leben mit all den schönen geteilten Momenten mit Freunden und Familie aber auch Momenten in denen man Halt braucht, eine Schulter zum Anlehen.

Aber so ganz ohne Bloggen geht es doch nicht. Vielleicht wird es nicht mehr ganz so regelmäßig sein, nicht mehr 1x pro Woche, ohne Stress und ohne Zwang soll es laufen. Damit der Spaß im Vordergrund steht. Vielleicht kommt das ein oder andere Mal auch ein Interieur-Post dazwischen oder einfach nur Bilder vom Hier und Jetzt, vom gerade Erlebten mit ein paar meiner Gedanken dazu.



Die Bilder dieses Beitrages sind auch schon vor einiger Zeit entstanden und warteten auf meiner Kamera gerade darauf, bearbeitet und ins rechte Licht gerückt zu werden. Es war ein ganz ungezwungenes, ungestaltes Shooting auf unserem Balkon. Ein schnelles, leichtes Abendessen, bevor wir in die Stadt gefahren und mit einem Eis in der Hand durch die Straßen geschlendert sind.
Genau das ist es was ich will! Ich bin gespannt wie gut ich es umgesetzt bekomme.

Das Rezept für diesen sommerlichen Brotsalat mit Melone und gebratenem Roastbeef reicht für 2 Personen.

Die Zutaten:
6 dünne Scheiben Baguette
6 Scheiben Roastbeef
1 Hand voll Basilikum
1 Knoblauchzehe
1 kleine rote Zwiebel

3 Tomaten
1/2 Gantaloupe Melone
1 Büffelmozzarella


5 EL Olivenöl

2 EL weißer Balsamico
2 EL Crema Balsamico
Salz und Pfeffer

Die Zubereitung:
1. Eine Grillpfanne heiß werden lassen und die dünnen Baguettescheiben darin von beiden Seiten anrösten. Die Knoblauchzehe aufschneiden und die Scheiben damit einreiben, danach abkühlen lassen.
2. In der Zwischenzeit eine Marinade aus Salz und Pfeffer, 1 EL Olivenöl und 2 EL Crema Balsamico anrühren. Die Roastbeefscheiben in die heiße Pfanne legen und mit der Marinade bestreichen. Kurz anrösten, wenden und nochmals bestreichen. Sobald die Rostbeefschieiben knusprig sind herausnehmen und auf ein Krepppapier legen.

3. Die Tomaten waschen und in grobe Stücke schneiden, aus der Melonenhälfte mit einem Melonenausstecher kleine Kugeln herausnehmen. Den Büffelmozzarella in Stücke zupfen. Das Brot und die krossen Rostbeefscheiben ebenfalls in Stücke reißen. Die Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden.

4. Auf einer großen Platte alle Zutaten anrichten und das Dressing aus 4 EL Olivenöl, 3 EL weißem Balsamico sowie Salz und Pfeffer darüber geben. Mit Basilikumblätter garnieren.

Genießt die letzten Sommertage,
Mareike ♥



07.05.17

Kleiner Frühlings-Snack: gegrillter Spargel mit Bresaola auf geröstetem Brot und selbstgemachter Zitronenhollandaise




Kleine Snack-Pause, so könnte der Titel dieses Beitrages auch lauten, denn diese kleine, feine Stulle ist als Mittagssnack einfach perfekt geeignet. Gut ich gebe zu, eine selbstgemachte Sauce Hollandaise muss man jetzt nicht gerade in der Mittagspause zaubern, da greife ich gut und gerne auch auf eine fertige Soße von meiner Lieblingsmetzgerei zurück, aber wenn die Spargelzeit schon so schleppend anläuft, muss man jedes Spargelgericht auch ein wenig zelebrieren.

Egal ob grüner Spargel oder der zarte weiße Verwandte, auf dem Teller landet bei mir im Moment jede Variationsmöglichkeit. Habt ihr eigentlich einen Spargelfavoriten? Mögt ihr lieber den Grünen oder den Weißen?
Ich könnte mich ja ehrlich gesagt nicht entscheiden, den grünen Spargel nutze ich gerne für Snacks, Quiches, Pasta, den weißen ganz traditionell mit Pfannkuchen, Schinken, Schnitzelchen und Kartoffeln. In meinen letzten 3 Bloggerjahren habe ich schon so einige Spargelrezepte verbloggt und mir einige kreative Rezeptideen ausgedacht. Wenn ihr also noch ein wenig Inspiration benötigt kommt ihr mit einem Klick auf den Link zu meiner kleinen Spargelrezeptsammlung "Spargelrezepte".
Ich freue mich auch immer über eure Rezeptideen. Gerne könnt ihr mir unter dem Post einen Kommentar mit Eurem Lieblings-Spargelrezept hinterlassen. Vielleicht kommt bei mir das ein oder andere in dieser Spargelsaison noch auf den Teller.




Meine heutige Brotzeit ist eine Kombination, die absolutes Suchtpotential hat, da ist wirklich alles auf dem Teller vereint, was mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Der Spargel wird in der Grillpfanne angeröstet, ebenso das Bauernbrot, der italienische Schinken gibt eine feine rauchige Note dazu, die warmen Cocktailtomaten verbreiten ein unglaublich süßes Aroma, der Parmesan ergänzt es perfekt durch seine salzige Käsenote und die Zitronen-Sauce Hollandaise umschließt alles mit einem cremigen Butteraroma. Den Teller hätte man ohne Probleme wieder in den Schrank stellen können, so blitze-blank habe ich ihn zurück gelassen. Sogar den letzten Rest Sauce Hollandaise konnten meinem Zeigefinge nicht entwischen :-)

Diese kleinen Dinge im Leben, das Auskosten von Geschmacksmomenten gibt mir jedes Mal einen kleinen Glückskick.

Also dann verschafft Euch auch euren persönlichen Glückskick und verwöhnt euch oder eure Lieben mit diesem Frühlings-Snack.



Für 2 Brotzeiten benötigt ihr:

2 Scheiben frisches Bauernbrot
10-12 Stangen Spargel
10 Scheiben Bresaola
6 Cocktailtomaten
Rapsöl
Parmesan
Salz und Pfeffer
1 Knoblauchzehe
Basilikumblättchen


Für die Zitronen-Hollandaise:

1 kleine Schalotte
100ml Zitronensaft

1 TL Honig
Abrieb einer Zitrone
125g Butter
2 Eigelbe

Salz und Pfeffer

1. Zuerst wird die Zitronen-Hollandaise zubereitet. Dafür wird die Schalotte geschält, sehr fein gewürfelt und mit dem Zitronensaft und dem Honig in einem kleinen Topf zum Köcheln gebracht. Den Sud bis auf die Hälfte einreduzieren lassen. In einem weiteren Topf die Butter langsam erwärmen bis sie anfängt zu schäumen.

2. Jetzt wird ein Wasserbad aufgesetzt. In eine Rührschüssel werden die 2 Eigelbe mit einer Prise Salz und dem Zitronensud schaumig aufgeschlagen. Wärmend ihr kräftig mit dem Schneebesen weiterschlägt wird tröpfchenweise die geschmolzene Butter hinzugegeben. Sobald die Sauce beginnt einzudicken, könnt ihr die Butter in einem dünnen Strahl hinzugießen. Die Sauce mit dem Abrieb einer Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken. Sollte sie euch zu sauer sein, könnt ihr gerne noch etwas Honig hinzugeben.

3. Eine Grillpfanne heiß werden lassen. Den Spargel waschen und das unteren Drittel  abschneiden. Das Brot in die Mitte der Pfanne legen und von beiden Seiten anrösten lassen. Den Spargel rechts und links dazu drapieren. Die Knoblauchzehe andrücken und ebenfalls in die Pfanne geben. Etwas Rapsöl über den Spargel träufeln, damit er leicht mariniert ist. Den Spargel ab und zu drehen mit Salz und Pfeffer würzen.

4. Sobald das Brot angeröstet ist, herausnehmen und mit der Knoblauchzehe einreiben. Erst kurz vor dem Anrichten, die Cocktailtomaten halbieren und ebenfalls in die Grillpfanne dazugeben.

5. Das Brot auf einem Teller legen, jeweils 5 Scheiben Bresaola darauf drapieren, den grünen Spargel und die Cocktailtomaten obendrauf legen. Die noch lauwarmen Sauce Hollandaise darüber geben und mit ein paar Parmesanhobel und Basilikumblättchen garnieren.

Happy Sunday!
Mareike ♥

09.04.17

Zitroniger Pistazienkuchen in Kastenform { ein Willkommensgruß an den Frühling }


Wenn die Vögel um die Wetter zwitschern, die Tage immer länger werden und die Natur zu explodieren scheint, da wird es Zeit auch Farbe auf den Teller zu bringen. Gelb und grün sind im Moment die vorherrschenden Farben in der Natur.

Der Frühling ist im vollen Gange, wir haben endlich wieder mehr als 20 Grad auf dem Thermometer und es beginnt die Zeit in der man ohne dicke Jacke und Schal morgens aus dem Haus kann.
Für mich ist der Frühling wie ein Elixier. Ich sprühe vor Lebensfreude, vor Energie und möchte am liebsten alles aufsaugen. Jedes Jahr ist es für mich aufs Neue ein kleines Wunder, wenn du Natur wie durch Zauberhand aus dem Tiefschlaf erwacht und alles zu blühen beginnt.
Die Mandelbäume mit ihren zarten rosaroten Blüten gefolgt von den Magnolienbäumen gaben den Startschuss für die Kirschblüten und für alle anderen Bäumchen, die momentan geradezu zu explodieren scheinen.





Wenn ich abends von der Arbeit nach Hause fahre, öffne ich immer an der gleichen Stelle das Fenster, wenn es durch den Wald geht und atme einmal ganz tief ein. Die laue Frühlingsluft parfümiert mit allerlei frisch gesprießtem Grün ist für mich einmalig.
Auch der Himmel hat für mich im Frühling eine ganz besondere Farbe. Vielleicht liegt es auch an dem lang andauernden grauen Wintertagen, aber mir kommt es vor, als strahlt der Himmel im Frühling in einem noch kräftigeren und reineren blau als in allen anderen Jahreszeiten, ganz ohne den heißen Dunst im Sommer oder den Hochnebelschwarten im Herbst.

Um den Frühling auch so richtig Willkommen zu heißen habe ich mich heute entschieden das saftige grün und gelb der Natur aufzunehmen und zwar in Form eines Pistazien-Zitronenkuchens in Kastenform. Das Rezept habe ich im neue Heft von Jamie Oliver entdeckt und ein klein wenig nach meinem Geschmack abgeändert. Die Pistazien werden mit feinem Olivenöl zu einer sämigen Paste gemixt und ergeben im Zusammenspiel mit der Zitrone eine perfekte Geschmackskombination, einfach Frühling eben.

Für den Kuchen in Kastenform (1l Füllmenge) benötigt ihr folgende Zutaten:
225g weiche Butter (und etwas mehr zum Einfetten der Backform)
225g Zucker

abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
4 Eier
225g Mehl

2 TL Backpulver
80g gesalzene und geschälte Pistazien
2 EL Olivenöl
Saft einer Zitrone

1 EL Milch

Für den Zitronenguss:
2-3 EL Zitronensaft
125-150g Puderzucker
50g gehackte Pistazien zum Garmieren
Die Zubereitung:
1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Kastenform (1L Füllmenge) dünn mit Butter einfetten, den Biden und die schmalen Ränder mit einem Streifen Packpapier in Formbreite auslegen.  

2. Die gesalzenen Pistazien in einen Mixer geben und sehr fein malen. Öl dazugeben und mixen, bis es eine dickliche, cremige Paste ergibt.3. 225g Butter, Zucker und den Zitronenabrieb in einer Rührschüssel 10 Minuten schön schaumig aufschlagen. Eier vorsichtig nach und nach dazugeben. Das Ei mind. 1/2 Minute unterrühren, bevor das nächste Ei reingegeben wird. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und bei niedriger Geschwindigkeit unterrühren, bis sich alles verbunden hat.

4. Den Teig zu geleichen Teilen auf 2 Schüsseln verteilen. In eine Portion die Pistazienpaste, in die andere den Saft einer Zitrone und die 2 EL Milch geben. Jeweils gut unterrühren. Den Teig nun abwechselnd mit einer Kelle in die vorbereitete Form schichten.
Eine Gabel spiralförmig durch die Schichten ziehen, sodass ein leichte Marmormuster entsteht.

5. Den Kuchen im heißen Ofen 45Minuten backen - Stäbchenprobe machen. Wenn er noch nicht soweit ist, weitere 5-10Munten backen. In der Form 15 Minuten abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig erkalten lassen.

6. Für den Zuckerguss den Zitronensaft und erst einmal 125g Puderzucker zu einem glatten, dickflüssigen Guss verrühren. Er sollte sehr zähflüssig sein, damit er nicht vom Kuchen fließt. Falls die Mischung zu flüssig ist, einfach noch etwas mehr Puderzucker dazugeben. Den Guss auf dem Kuchen verteilen und bis zum Rand verstreichen, damit er ein wenig an den Seiten herunterläuft. Mit den gehackten Pistazien bestreuen.


Genießt den Sommertag heute, vielleicht sogar bei einer schönen Tasse Kaffee auf dem Balkönchen oder der Terrasse und einem Stück saftigen Pistazienkuchen.
Happy Sunday!
Mareike